Kaminofen BImSchV Stufe 2: Grenzwerte, Ecodesign und Nachweise

Wer einen Kaminofen BImSchV Stufe 2 in Deutschland verkaufen will, muss zwei Regelwerke zugleich erfüllen: die deutsche 1. BImSchV und die europäische Ökodesign-Verordnung. Ecodesign ist in der EU seit 2022 das Minimum, das ein Hersteller in Verkehr bringen darf; in Deutschland kommen die Grenzwerte der Stufe 2 hinzu, deren Einhaltung der Schornsteinfeger prüft. Für Importeure und Händler verändert das, wie sie Lieferanten auswählen, welche Unterlagen sie anfordern und welche Modelle sie in welchem Land verkaufen können. Dieser Ratgeber erklärt zuerst die deutschen Anforderungen, dann Ecodesign und schließlich kurz Großbritannien, Frankreich und die USA.

Vorschriften ändern sich und werden häufig angepasst. Nutzen Sie diesen Artikel als Orientierung und prüfen Sie anschließend die aktuellen amtlichen Texte, Ihre nationale Behörde und bei Bedarf einen spezialisierten Berater oder ein Prüflabor, bevor Sie ein Sortiment rund um den Kaminofen BImSchV Stufe 2 festlegen.

Kaminofen BImSchV Stufe 2: was die Verordnung verlangt

Deutschland regelt kleine Feuerungsanlagen über die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, kurz 1. BImSchV. Ihre Grenzwerte der Stufe 2 gelten für Öfen, die nach dem 31. Dezember 2014 errichtet wurden. Für Raumheizer mit Scheitholz – also den klassischen Kaminofen – werden üblicherweise 1,25 g/m³ für Kohlenmonoxid (CO) und 0,04 g/m³ für Staub genannt, jeweils bezogen auf 13 % Sauerstoff.

AnforderungStufe 2 (Kaminöfen, Scheitholz)
Kohlenmonoxid (CO)1,25 g/m³
Staub0,04 g/m³
Bezugssauerstoff13 %
Gilt fürErrichtung nach dem 31. Dezember 2014

Ein Kaminofen BImSchV Stufe 2 ist also kein Gütesiegel, sondern ein Gerät, dessen geprüfte Werte diese Grenzen einhalten – und das diese Einhaltung belegen kann. Für andere Gerätearten nennt die Verordnung eigene Werte. Lesen Sie im Zweifel den aktuellen Verordnungstext statt einer Zusammenfassung, auch dieser hier.

Fristen für ältere Öfen

Die Verordnung legt außerdem Nachrüst- oder Austauschfristen für ältere Öfen fest, gestaffelt nach dem Datum auf dem Typschild. Öfen mit Typschilddatum von 1995 bis zum 21. März 2010, die die Grenzwerte nicht einhalten, mussten bis Ende 2024 – also bis zum 31. Dezember 2024 – nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden. Ausnahmen gibt es, zum Beispiel für bestimmte Herde und für offene Kamine, die nur gelegentlich genutzt werden. Ob ein konkretes Gerät betroffen ist, klären Eigentümer am besten mit ihrem Schornsteinfeger.

Für den Handel ist das ein wichtiger Markt: Viele Austauschkunden suchen gezielt einen Kaminofen BImSchV Stufe 2 als Ersatz für ein Altgerät, das nicht mehr betrieben werden darf.

Schornsteinfeger, Herstellerbescheinigung und örtliche Regeln

In der Praxis prüft der Schornsteinfeger bei der Abnahme der Feuerstätte, ob das Gerät die Anforderungen an einen Kaminofen BImSchV Stufe 2 erfüllt. Deutsche Fachhändler erwarten in der Regel eine Herstellerbescheinigung, die die Grenzwerte bestätigt, sowie den zugehörigen Prüfbericht. Einige Regionen und Städte wenden strengere örtliche Regeln an.

Weil der CO-Grenzwert der Stufe 2 strenger ist als der EU-Wert und die Prüfbedingungen abweichen können, wird ein Ecodesign-Kaminofen in Deutschland nicht automatisch akzeptiert. Verlangen Sie vom Lieferanten Nachweise für beide Anforderungen – erst dann können Sie ein Modell guten Gewissens als Kaminofen BImSchV Stufe 2 anbieten.

Kaminofen BImSchV Stufe 2 mit Backfach in einer modernen Küche

EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2015/1185

Im Handel spricht man von einem „Ecodesign-Kaminofen“, wenn ein Festbrennstoffgerät die Anforderungen der EU-Ökodesign-Verordnung für Einzelraumheizgeräte erfüllt. Der Begriff ist auch in Großbritannien gebräuchlich, wo dieselben Anforderungen nach dem Brexit beibehalten wurden. Er umfasst Wirkungsgrad, Emissionen und die Produktinformationen, die der Hersteller bereitstellen muss. Ein solches Gerät kann Scheitholz, Briketts oder Pellets verbrennen, solange der geprüfte Brennstoff dem in der Anleitung angegebenen entspricht.

Ecodesign ist weder ein einzelnes Zertifikat noch ein Logo. Die Konformität wird über Prüfberichte, technische Dokumentation sowie die Angaben in Anleitung und Produktdatenblatt nachgewiesen. Das ist wichtig für alle, die in großen Stückzahlen einkaufen – besonders, wenn ein Lieferant einfach „Ecodesign“ in den Katalog schreibt, ohne Unterlagen vorzulegen.

Der Kerntext ist die Verordnung (EU) 2015/1185 der Kommission. Sie legt Ökodesign-Anforderungen an Festbrennstoff-Einzelraumheizgeräte mit einer Nennwärmeleistung von höchstens 50 kW fest und gilt seit dem 1. Januar 2022 für Geräte, die ab diesem Datum in Verkehr gebracht werden. Erfasst sind Geräte mit offener und geschlossener Brennkammer, Pelletgeräte und Herde.

Es gelten zwei Gruppen von Anforderungen. Die erste ist ein Mindestwert für den jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienzgrad. Die zweite sind Emissionsgrenzwerte für Staub (PM), organische gasförmige Verbindungen (OGC), Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx), jeweils bezogen auf 13 % Sauerstoff.

GerätetypMind. Raumheizungs-EffizienzPMOGCCONOx (Biomasse)
Geschlossene Brennkammer, Scheitholz65 %40 mg/m³120 mg/m³1.500 mg/m³200 mg/m³
Geschlossene Brennkammer, Holzpellets79 %20 mg/m³60 mg/m³300 mg/m³200 mg/m³
Offene Brennkammer30 %50 mg/m³120 mg/m³2.000 mg/m³200 mg/m³
Herde65 %40 mg/m³120 mg/m³1.500 mg/m³200 mg/m³

Die Verordnung erlaubt außerdem alternative Messverfahren für Staub, mit jeweils eigenen Grenzwerten. Lesen Sie immer die Anhänge des amtlichen Textes statt einer Übersichtstabelle – auch dieser –, bevor Sie sich auf einen Wert verlassen.

Beachten Sie: Das sind Mindestwerte. Ein Gerät, das im Labor gerade so besteht, kann an strengeren nationalen Vorgaben scheitern. Viele Marken planen deshalb deutliche Reserven unter jedem Grenzwert ein – gerade wenn ein Modell auch als Kaminofen BImSchV Stufe 2 verkauft werden soll.

Produktinformationen und Energielabel

Ecodesign besteht nicht nur aus Laborwerten. Der Hersteller muss technische Informationen in der Anleitung, auf frei zugänglichen Websites und in der technischen Dokumentation bereitstellen, darunter Wirkungsgrad, Emissionen und Brennstoffdaten. Unabhängig davon schreibt die Verordnung (EU) 2015/1186 ein Energielabel für Einzelraumheizgeräte vor, das seit 2018 gilt.

Prüfnormen: EN 13240, EN 13229, EN 14785 und EN 16510

Jahrelang wurden Kaminöfen in Europa nach Produktnormen geprüft, etwa EN 13240 für Raumheizer, EN 13229 für Kamineinsätze und offene Kamine, EN 12815 für Herde und EN 14785 für Pelletgeräte. Diese Normen definieren Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für Wärmeleistung, Wirkungsgrad und Emissionen.

Die neuere Normenreihe EN 16510 löst sie ab. EN 16510-1 legt allgemeine Anforderungen fest, weitere Teile behandeln einzelne Gerätearten. Alte und neue Normen bestanden während einer Übergangsfrist nebeneinander, deren Daten von der Veröffentlichung der Fundstellen im Amtsblatt der EU abhängen. Fragen Sie Ihren Lieferanten, nach welcher Norm jeder Prüfbericht – auch der für einen Kaminofen BImSchV Stufe 2 – erstellt wurde, und prüfen Sie die aktuellen Übergangsdaten.

Für Importeure ist die Konsequenz einfach: Ein Prüfbericht nach einer älteren Norm kann für bereits im Markt befindliche Produkte gültig bleiben, neue Listungen und neue Modelle sollten aber gegen die aktuelle harmonisierte Norm geprüft werden.

CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung

Kaminöfen sind in der EU Bauprodukte. Nach der Bauproduktenverordnung (EU) Nr. 305/2011 benötigt ein Ofen, der unter eine harmonisierte Norm fällt, eine Leistungserklärung (Declaration of Performance, DoP) und eine CE-Kennzeichnung. Die Leistungserklärung nennt wesentliche Merkmale wie Brandsicherheit, Emissionen, Wirkungsgrad und Oberflächentemperaturen auf Grundlage von Prüfungen durch eine notifizierte Stelle.

Eine überarbeitete Bauproduktenverordnung wurde 2024 verabschiedet und wird über mehrere Jahre schrittweise wirksam. Die Übergangsregeln sind detailliert; klären Sie mit Ihrer notifizierten Stelle oder der zuständigen Behörde, welche Regeln für Ihre Produkte gelten.

Ein in Deutschland verkaufter Kaminofen BImSchV Stufe 2 trägt deshalb in der Regel drei Ebenen von Nachweisen: die Ökodesign-Prüfergebnisse, die CE-Kennzeichnung mit Leistungserklärung und die nationale Bestätigung nach 1. BImSchV. Fehlt eine davon, kann das einen Verkauf oder eine Abnahme blockieren. Führen Sie für jedes gelistete Modell eine vollständige Akte, denn Marktüberwachungsbehörden können sie noch Jahre nach dem Verkauf anfordern.

Weitere Märkte im Überblick: Großbritannien, Frankreich, USA

Großbritannien: Ecodesign und Rauchschutzgebiete

Großbritannien hat die Ecodesign-Anforderungen in nationales Recht übernommen; seit dem 1. Januar 2022 gelten dort dieselben Grenzwerte für Wirkungsgrad und Emissionen. Nordirland folgt im Rahmen eigener Regelungen den EU-Produktvorschriften. Die Kennzeichnungsregeln (UKCA und CE) haben sich mehrfach geändert – prüfen Sie die aktuellen Hinweise der Regierung.

Rauchschutzgebiete (Smoke Control Areas) bilden eine zweite Ebene. Dort dürfen nur zugelassene Brennstoffe verbrannt werden, es sei denn, das Gerät ist ausgenommen – oft „DEFRA-exempt“ genannt. Regeln, Bußgelder und die Listen ausgenommener Geräte veröffentlicht die Regierung; Ausgangspunkt sind die UK Smoke Control Area Rules. In vielen Städten ist ein Modell ohne Ausnahme deutlich schwerer zu verkaufen, in ländlichen Gebieten außerhalb dieser Zonen dagegen oft problemlos. Fragen Sie früh, ob der Lieferant einen Ausnahmeantrag unterstützt, und planen Sie die nötige Zeit ein.

Frankreich: das Label Flamme Verte

Frankreich wendet EU-Ecodesign an, der Markt stützt sich aber stark auf Flamme Verte, ein freiwilliges Qualitätslabel für Holz- und Pelletgeräte. Es vergibt Sterne nach Wirkungsgrad und Emissionen; die Anforderungen wurden im Lauf der Zeit verschärft, ältere Sternstufen werden für neue Kennzeichnungen nicht mehr vergeben. Flamme Verte oder gleichwertige Werte wurden häufig von französischen Förderprogrammen für Sanierungen vorausgesetzt. Da sich Förderbedingungen oft ändern, prüfen Sie den aktuellen Stand, bevor Sie einem Kunden einen Zuschuss in Aussicht stellen. Das Label beantragt der Hersteller oder Markeninhaber auf Grundlage von Prüfergebnissen – eine Listung ist damit ein nützlicher Zusatznachweis.

USA: EPA 2020 NSPS Step 2

In den USA regeln die New Source Performance Standards der EPA private Holzfeuerstätten. Seit Mai 2020 gelten für neue Raumheizer die Grenzwerte von Step 2: 2,0 g/h Partikel bei Prüfung mit Crib Wood oder 2,5 g/h bei Prüfung mit Cord Wood. Auch Pelletöfen sind erfasst. Europäische Prüfergebnisse ersetzen keine EPA-Zertifizierung; ein für Europa entwickelter Ofen braucht meist ein eigenes US-Prüfprogramm, oft mit konstruktiven Änderungen, einem anderen Rauchrohrstutzen und einer US-spezifischen Anleitung.

Modelle müssen von einem EPA-akkreditierten Labor geprüft und vor dem Verkauf zertifiziert werden; zertifizierte Modelle erscheinen in der öffentlichen EPA-Datenbank. Eine Sicherheitslistung, etwa nach UL 1482 für Festbrennstoff-Raumheizer, verlangen Bauvorschriften und Versicherer in der Regel zusätzlich. Der beste Einstieg ist das Programm EPA Burn Wise. Einige Bundesstaaten und lokale Luftreinhaltebehörden haben eigene Regeln.

Kaminofen BImSchV Stufe 2 und andere Märkte: Übersicht

Die Tabelle stellt die Anforderungen an einen Kaminofen BImSchV Stufe 2 in Deutschland denen anderer Märkte gegenüber. Sie vereinfacht; lokale und regionale Regeln können strenger sein, und Ausnahmen sind häufig.

MarktWichtigste RegelnTypische NachweiseWorauf achten
Deutschland1. BImSchV Stufe 2 plus EcodesignHerstellerbescheinigung, PrüfberichtAbnahme durch Schornsteinfeger, örtliche Regeln
EUEcodesign (EU) 2015/1185, BauproduktenverordnungPrüfbericht, Leistungserklärung, CE-Kennzeichnung, ProduktdatenblattÜbergang zu EN 16510
GroßbritannienEcodesign (übernommen), Clean-Air-RegelnPrüfbericht, Kennzeichnung nach aktuellen VorgabenAusnahme für Rauchschutzgebiete
FrankreichEcodesign plus Flamme Verte (freiwillig)Prüfbericht, Flamme-Verte-ListungFörderbedingungen
USAEPA NSPS Step 2EPA-Zertifizierung, SicherheitslistungRegeln der Bundesstaaten und Kommunen

Welche Unterlagen Importeure für einen Kaminofen BImSchV Stufe 2 anfordern sollten

Ob Sie in Europa oder in Asien einkaufen: Fragen Sie nach Unterlagen, bevor Sie nach Preisen fragen. Ein seriöser Hersteller kann sie für jeden Kaminofen BImSchV Stufe 2 schnell vorlegen. Wenn Sie neu im Einkauf sind, führt unser Ratgeber Kaminöfen aus China importieren durch den gesamten Prozess.

  1. Prüfberichte einer notifizierten Stelle oder eines akkreditierten Labors mit genauer Modellbezeichnung, Norm und Prüfdatum.
  2. Leistungserklärung, passend zu Modell und harmonisierter Norm.
  3. Vorlagen für CE-Kennzeichnung und Typschild mit Modell, Seriennummer und Kenndaten.
  4. Produktdatenblatt und technische Informationen nach Ecodesign und Energiekennzeichnung.
  5. Montage- und Bedienungsanleitungen in der Sprache jedes Zielmarkts.
  6. Nationale Dokumente, wo relevant – etwa eine Bescheinigung nach 1. BImSchV oder eine Flamme-Verte-Listung.
  7. Änderungskontrolle: Bestätigung, dass das Serienmodell dem geprüften Modell entspricht.

Prüfen Sie, ob der Markenname auf den Dokumenten zu Ihren Plänen passt. Wenn Sie unter eigener Marke verkaufen, müssen die Unterlagen das widerspiegeln. Unser OEM- und Eigenmarkenprogramm erklärt, wie die Dokumentation für Markensortimente gehandhabt wird.

Warnsignale in Konformitätsunterlagen

  • Ein Bericht für ein anderes Modell „aus derselben Familie“ ohne klare Erklärung.
  • Berichte ohne Akkreditierung des Labors oder ohne Kennnummer der notifizierten Stelle.
  • Werte im Katalog, die in keinem Bericht auftauchen.
  • Ein Lieferant, der nicht sagen kann, nach welcher Norm geprüft wurde.
  • Anleitungen nur auf Chinesisch oder in schlechter maschineller Übersetzung.

Ein neues Sortiment planen: realistischer Zeitplan

Konformitätsarbeit braucht Zeit, und die Heizsaison wartet nicht. Wer neue Modelle im Herbst einführen will – etwa einen Kaminofen BImSchV Stufe 2 für das Austauschgeschäft –, beginnt die Prüfung der Unterlagen im Winter. Die Prüfung eines neuen oder geänderten Modells im Labor kann mehrere Monate dauern – je nach Auslastung des Labors und danach, ob Wiederholungsprüfungen nötig sind.

  • Monat 1–2: Zielmärkte festlegen und Modelle mit vorhandenen Prüfberichten in die engere Wahl nehmen.
  • Monat 2–3: Berichte, Leistungserklärung und Anleitungen prüfen; Korrekturen oder Übersetzungen anfordern.
  • Monat 3–5: zusätzliche Prüfungen oder nationale Nachweise veranlassen, wo erforderlich.
  • Monat 5–6: Typschilder, Etiketten und Verpackung freigeben, dann den Produktionsauftrag erteilen.

Am schnellsten geht es mit Modellen, für die bereits Berichte vorliegen. Jede Änderung an Feuerraum, Luftführung oder Tür kann die Ergebnisse beeinflussen. Besprechen Sie Branding-Änderungen deshalb mit dem Lieferanten, bevor Sie davon ausgehen, dass die vorhandenen Berichte weiter gelten.

Pelletöfen und Scheitholzöfen unter Ecodesign

Für Pelletgeräte gelten strengere Emissionsgrenzwerte und eine höhere Mindesteffizienz als für Scheitholzöfen, weil automatische Brennstoffzufuhr und geregelte Verbrennung eine sauberere Verbrennung ermöglichen. Für die Sortimentsplanung heißt das: Ein Pelletmodell und ein Kaminofen BImSchV Stufe 2 für Scheitholz brauchen getrennte Prüfprogramme und getrennte Unterlagen. Die kaufmännische Seite behandelt unser Artikel Pelletofen oder Kaminofen.

Wie CREPUS mit Dokumentation umgeht

CREPUS fertigt Kaminöfen, Kamineinsätze und Pelletöfen für Distributoren und OEM-Marken. Prüfberichte und Erklärungen zu relevanten Normen (z. B. EN 13240, EN 13229, EN 14785) sind für qualifizierte Modelle auf Anfrage erhältlich. Sagen Sie uns, welche Märkte Sie beliefern wollen, und wir sagen Ihnen, welche Modelle und Unterlagen passen.

Antworten auf häufige Fragen zu Mustern, Lieferzeiten und Unterlagen finden Sie in unseren FAQ. Egal, für welchen Lieferanten Sie sich entscheiden: Gleichen Sie jede Angabe mit den aktuellen amtlichen Texten ab. Ein Kaminofen BImSchV Stufe 2 ist nur so konform wie die Nachweise dahinter – und ein guter Lieferant hilft Ihnen, diese Akte aufzubauen.

Häufige Fragen

Welche Grenzwerte gelten für einen Kaminofen BImSchV Stufe 2?

Für Kaminöfen mit Scheitholz, die nach dem 31. Dezember 2014 errichtet wurden, werden üblicherweise 1,25 g/m³ CO und 0,04 g/m³ Staub genannt, jeweils bezogen auf 13 % Sauerstoff. Für andere Gerätearten gelten eigene Werte. Prüfen Sie den aktuellen Text der 1. BImSchV und lassen Sie sich die Einhaltung durch Herstellerbescheinigung und Prüfbericht belegen.

Ist jeder in der EU verkaufte Kaminofen ein Ecodesign-Gerät?

Jedes Festbrennstoff-Einzelraumheizgerät, das seit dem 1. Januar 2022 in der EU in Verkehr gebracht wird, muss die Verordnung (EU) 2015/1185 erfüllen. Öfen, die schon vorher im Markt waren, durften weiter verkauft werden. In der Praxis sollte neue Ware konform sein; Importeure sollten das mit Prüfberichten und einer Leistungserklärung belegen lassen, statt sich auf Katalogtexte zu verlassen.

Ersetzt EN 16510 die EN 13240?

Ja, die Normenreihe EN 16510 ersetzt ältere Produktnormen wie EN 13240, EN 13229, EN 12815 und EN 14785. Beide bestanden während einer Übergangsfrist nebeneinander, die an Veröffentlichungen im Amtsblatt der EU gebunden ist. Prüfen Sie den aktuellen Stand und fragen Sie Ihren Lieferanten, nach welcher Norm jeder Prüfbericht erstellt wurde, bevor Sie ein Modell listen.

Macht Ecodesign einen Ofen in Großbritannien „DEFRA-exempt“?

Nein. Ecodesign-Konformität und die Ausnahme für Rauchschutzgebiete sind zwei verschiedene Dinge. In Smoke Control Areas muss ein Holzofen ein ausgenommenes Gerät sein, sofern kein zugelassener Brennstoff verwendet wird. Die Ausnahme wird je Modell in einem staatlichen Verfahren erteilt. Prüfen Sie die aktuellen britischen Regeln und die offizielle Liste ausgenommener Geräte, bevor Sie in diese Gebiete verkaufen.

Welche Unterlagen sollte ich vor dem Import von Kaminöfen anfordern?

Prüfberichte einer notifizierten Stelle oder eines akkreditierten Labors, die Leistungserklärung, Vorlagen für CE-Kennzeichnung und Typschild, die Ecodesign-Produktinformationen und Anleitungen in der Landessprache. Für Deutschland verlangen Sie eine Bescheinigung nach 1. BImSchV, für Frankreich prüfen Sie den Flamme-Verte-Status. Jedes Dokument muss genau das Modell nennen, das Sie verkaufen wollen.

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